Gründerlabore der GDI.Ruhr an hoffnungsvolle Talente vergeben
Mülheim an der Ruhr, 16. August 2011. Pünktlich zur Spielemesse gamescom hat die Game Development Initiative Ruhr (GDI.Ruhr) mit Sitz in der Games Factory Ruhr (GFR) zwei Gründerlabore besetzt.
Sie sind jung, sie sind motiviert und sie stecken voller guter Ideen: Zwei Teams haben die Gründerlabore in der Games Factory Ruhr (GFR) bezogen. „Die Unterstützung von Start-Ups ist ein Arbeitsschwerpunkt unserer Initiative“, sagt Stefanie Waschk, Projektleiterin der Game Development Initiative Ruhr (GDI.Ruhr). Eine unabhängige Jury hatte im Juli über die Besetzung entschieden. „Für uns ist es natürlich sowohl eine Ehre als auch eine große Herausforderung, dass die Wahl auf uns gefallen ist“, sagt Marco Dyziek. Der 36-Jährige kommt aus der Branche, und ist Geschäftsführer der „Ed Venture Studios“. Er will nun in dem Gründerlabor mit einem neu zusammengestellten Team das Spiel „Jerry McPartlin“ entwickeln. Das Spiel besteht aus mehreren Episoden und ist ein so genanntes „Point & Click-Adventure“, bei dem der Spieler die Maus auf bestimmte Punkte bewegt („point“) und durch das anklicken („click“) eine Aktion auslöst. Das Spiel zeichnet sich durch den besonderen Grafikstil aus: Während die Umgebungen im Comicstil gezeichnet sind, werden beispielsweise Licht- und Schatteneffekte realistisch dargestellt. Jerry McPartlin ist die Geschichte eines aufstrebenden Roch’n’Roll-Musikers in den USA der 1950er Jahre, der nach der Trennung seiner Band einem fürchterlichen Geheimnis auf die Spur kommt und in schwierigen Situationen mutig agieren muss, um sich am Ende einer überirdischen Macht zu stellen. „Das Projekt präsentiert sich optisch sehr ansprechend“, sagt Stefanie Waschk, „Wir halten es für vermarktbar.“
Das zweite Labor haben Carsten Edenfeld EDV Dienstleistungen und die Firma Silent Dreams bezogen. Ziel ist es, den ersten Teil des Rollenspiel-Strategie-Mixes „Grotesque Tactics“ für Konsole zu entwickeln. „Wir rechnen damit, dass wir für die Erstellung der Beta-Version mit vier Mitarbeitern zirka zehn Monate benötigen werden“, sagt Carsten Edenfeld. In der Fachpresse hatte die PC-Version von Grotesque Tactics viel Lob erhalten. So schrieb die Computerzeitschrift Gamestar: „Grotesque Tactics ist ein Independent-Kleinod, wie es im Buche steht. (… Es) hat die Tugenden, die Blockbuster-Spielen oft abgehen: Charme, Witz, Originalität.“
Beide Gründerteams können nun für ihre projektbezogene Laufzeit die Gründerlabore sowie die Soft-/Middleware kostenlos nutzen. Ein Vorteil ist für sie auch der Kontakt zu den Nachbarn in der GFR: Die jungen Nachwuchsentwickler sitzen Tür an Tür mit professionellen Spieleentwicklern und verschiedenen Dienstleistern, so dass durch den gegenseitigen Austausch Synergien möglich werden. „Wir wollen das Gründerlabor gerne für bis zu neun Monate und somit für die Entwicklung von bis zu drei Episoden nutzen“, sagt Marco Dyziek. „Dann sollten wir einen Publisher gefunden haben, so dass wir die weiteren Episoden selbst finanzieren können.“
Auch Grotesque Tactics kann nur aufgrund der Unterstützung der GDI.Ruhr umgesetzt werden: „Dadurch muss die Hard-, Soft- und Middleware nicht vorfinanziert werden“, sagt Thomas Müller von der Mülheim & Business GmbH. „Das entlastet das Team finanziell gewaltig.“ Die Jury war sich einig, dass es dem Team gelingen wird, das Produkt zur Marktreife zu bringen und dass durch die Hilfe der GDI.Ruhr die Gründung gefestigt und die Professionalisierung vorangetrieben wird.
Die GDI.Ruhr ist auch mit einem Stand auf der gamescom, Europas bedeutendster Spielemesse, in Köln vertreten (17.-21. August). Sie ermöglicht drei von ihren Partnern auf der Bühne „Jobs und Karriere“ einen Vortrag zu halten. Nico Kaartinen (Kaasa Health GmbH) berichtet über Spiele-Entwicklung im Gesundheitsbereich, Carsten Widera-Trombach (Crenetic GmbH Studios) über “Design am Limit” sowie Oliver Iking und Nils Trebes (Z-Software GmbH) über den Einstieg in die Games-Branche als Indie-Entwickler.
Über die GDI.Ruhr
Die GDI.Ruhr bündelt die vorhandenen Aktivitäten der Spiele-Branche in der Metropole Ruhr zu einem Games-Cluster. Ziel ist es, die Spiele-Branche des gesamten Ruhrgebiets durch Vernetzung und Kooperation zu unterstützen. Das Projekt GDI.Ruhr der Universität Duisburg-Essen und der Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung gehörte im September 2009 zu den Siegerprojekten des EU-NRW Ziel-2 Wettbewerbes Create.NRW 2009. Es wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und das Land Nordrhein-Westfalen kofinanziert und ist auf drei Jahre angelegt. Die GDI.Ruhr hat ihren Sitz im Mülheimer Kompetenzzentrum Games Factory Ruhr.
Kontakt
Stefanie Waschk | Telefon 0172 3209413 | Telefon 0208 69 80 15-20
stefanie.waschk@games-ruhr.com | www.games-ruhr.com
